5. November 2008 - Internationaler Aktionstag gegen die Kommerzialisierung der Bildung

Internationaler Aktionstag gegen die Kommerzialisierung der Bildung
Geld für Bildung statt für Banken

100.000.000.000 für die Banken!

Und wir sollen zahlen?!

Im Zuge der Finanzkrise hat die österreichische Regierung ein Rettungspaket in Höhe von 100 Milliarden beschlossen. Doch wer soll das bezahlen?! - Es wird die Mehrheit der Menschen (ArbeiterInnen, Studierende, Arbeitslose) sein, auf deren Schultern die Finanzkrise abgewälzt wird.

Was könnten wir mit 100.000.000.000 Euro machen?

100.000.000.000 = 667 Jahre Studiengebühren
100.000.000.000 = 4,4 Mio. Jahre arbeiten (bei 22.833 Euro/Jahr)
100.000.000.000 = 6,5 Fache der Jährlichen Ausgaben für Bildung

Seit Jahren fordern wir eine bessere Finanzierung des Bildungssystems: Die „Unimilliarde“, die schon lange notwendig ist, stellt gerade mal 1/100 des Betrages dar, auf den die Banker nur eine Woche warten mussten. Immer wieder wurde von staatlicher Seite argumentiert, dass für eine ausreichende Finanzierung das Geld fehlt. Die Kommerzialisierung der Bildung, die seit Jahren fortschreitet, hat uns Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und Verwertungslogik gebracht, die Universitäten zu Unternehmen und die StudentInnen zu KundInnen gemacht.

Diejenigen, die seit mehr als 30 Jahren weniger Staat – mehr privat propagierten stehen nun vor der unleugbaren Tatsache, dass das neoliberale Ideologiegebäude vor dem Zusammenbruch steht.

Gerade jetzt, ist die Chance, diese Krise des Neoliberalismus zu nutzen, und für einen offenen und freien Bildungszugang auf die Straße zu gehen.
Ein System welches Gewinne privatisiert und Verluste vergesellschaftet ist untragbar – Her mit der Kohle!

Darum beteiligt euch am 5. November, dem internationalen Aktionstag gegen die Kommerzialisierung der Bildung, an den Veranstaltungen und Aktionen.

Flyer (im .pdf-Format):

Flyer (Vorderseite)

Flyer (Hinterseite)

Plakat

Podiumsdiskussion zur Finanzkrise
Finanzcrash - alle reden darüber, aber wer versteht´s?

04.Nov, 20.00
Ort: NIG Hörsaal 3!

Workshop: Krise zum Frühstück:
Finanzkrise und Kapitalismuskritik?

05.Nov, 09.00 - 11.00
ÖH Uni Wien - Großraumbüro

Workshop: Kommerzialisierung der Bildung -
Geld für Bildung nicht für Banken!

05.Nov, 11.00 Uhr
ÖH Uni Wien - Großraumbüro

Aktion: Offener aktionistischer Nachmittag
Treffpunkt 13:00 Uhr ÖH Uni Wien
Abend im Einbaumoebel (http://www.1bm.at):

Abschlussdiskussion, Aktionsfilm, Abendausklang
05.Nov, ab 19.00 Uhr
Einbaumöbel, Währinger Gürtel, Bogen 97

“Sind wir nicht alle ein bisschen terroristisch?

Thema: Warum Freie Bildung? um 18:43 am 16. 10. 2008

“sind wir nicht alle ein bisschen terroristisch?”

Terrorismusvorwurf gegen linke Bewegungen und kritische Wissenschaft

Dienstag, 21.Oktober 2008
Beginn: 18.00
Universität Wien, Hörsaal 31
1010 Wien, Dr. Karl Lueger-Ring 1

Diskussionsveranstaltung mit
Anne Roth, Berlin
Andrej Holm, Berlin
Aktivistin der Antirepgruppe, Wien
Betroffener des 278a-Verfahrens, Wien
Moderation: Marty Huber, IG Kultur

Die monatelange Untersuchungshaft der TierrechtlerInnen in Österreich
ist kein Einzelfall. Europaweit und auch in der BRD werden linke und
soziale Bewegungen mit Ermittlungsparagraphen aus dem Bereich des
Terrorismus und des organisierten Verbrechens kriminalisiert. Zur Zeit
sind in der BRD vier Ermittlungsverfahren gegen Linke bekannt, die mit
dem Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung
begründet wurden. Insgesamt 40 Beschuldigte und über 2.000
Kontaktpersonen, wurden von den Ermittlungsbehörden überprüft. Die damit
verbundenen Überwachungsbefugnisse wurden zur intensiven Ausforschung
linker Aktivist/innen und kritischer Wissenschaftler/innen benutzt.

In der Diskussionsveranstaltung werden Anne Roth und Andrej Holm ihre
Erfahrungen im Umgang mit den ?Antiterrorparagraphen?, die damit
verbundenen Ermittlungen und mögliche Strategien im alltäglichen und
politischen Umgang mit den Wiener AktivistInnen der Antirepgruppe und
der Basisgruppe Tierrechte diskutieren.

Andrej Holm ist seit Jahren Aktivist in verschiedenen Basisbewegungen,
wurde im Juli 2007 wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer
terroristischen Vereinigung festgenommen und war drei Wochen in
Untersuchungshaft. (Mehr Informationen: einstellung.so36.net)

Anne Roth ist Medienaktivistin und Journalistin und außerdem Partnerin
von Andrej, weiß seit den Verhaftungen Ende Juli 2007, dass auch sie von
weitgehender Überwachung betroffen ist und bloggt über die
Innenansichten einer Terrorismus-Ermittlung (annalist.noblogs.org)

 

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