Aktualisierte Forderungen, 23. Oktober 2009

Thema: Uni Brennt - Materialen, Uni Brennt - Pressetexte um 12:33 am 24. 10. 2009

Die aktuellen Forderungen, die u.a. bei der gestrigen Pressekonferenz verlautbart wurden:

- Ausfinanzierung der Unis!
- Demokratisierung der Unis und Stärkung der studentischen Mitbestimmung!
- Schluss mit prekären Dienstverhältnissen für Lehrende, Forschende und Arbeiterinnen!
- Freie Masterzugänge und keine verpflichtenden STEPS!
- Abschaffung der immer noch bestehenden Studiengebühren (auch für Migrantinnen)!
- Keine Studienbeschränkungen EU-weit!
- Weg mit fixen Erweiterungscurricula; für freie Wahlfächer!
- Weg mit Vorraussetzungsketten!
- Weg mit Punkte-Anmeldesystem!
- Schluss mit dem Bolognaprozess bzw. dem Bachelor-Master-System!
- Für die Einführung einer Frauenquote in der Universitätsverwaltung!

Achtung, wir suchen dringend Personen die o.a. Forderungen in weitere Sprachen übersetzen. Meldet euch einfach auf unibrennt@gmail.com

Stellungnahme der ÖVP: Mit dem Besetzen von Hörsälen werden keine Studienbedingungen verbessert

Thema: Uni Brennt - Materialen, Uni Brennt - Newsticker um 16:07 am 23. 10. 2009

Kritische stellungnahme ÖVP_Wissenschaftssprecherin Beatrix Karl Utl.

(Wien, 14. September 2009 (ÖVP-PK))

„Mit dem Besetzen von Hörsälen werden keine Studienbedingungen verbessert“, so ÖVP-
Wissenschaftssprecherin Dr. Beatrix Karl. Die derzeit steigenden Studierendenzahlen seien eine Herausforderung, die Wissenschaftsminister Hahn u.a. gestern mit den Rektoren der heimischen Universitäten besprochen habe. Um das Ziel, mehr jungen Menschen den Abschluss eines Studiums unter fairen Bedingungen und in guter Zeit zu ermöglichen, sollen drei Schritte gesetzt werden:

Klare Spielregeln, bessere Information der Studierenden und eine größere finanzielle Unterstützung der Studierenden bei gleichzeitig fairen Beiträgen, für jene die sie leisten können. ****

Die Universitäten bekommen in den kommenden drei Jahren 8,2 Milliarden Euro, das sind um 17 Prozent mehr als in den vergangenen drei Jahren. Zusätzlich bekommen sie die Studiengebühren ersetzt, das sind jährlich rund 150 Millionen Euro. Karl bedauert, dass durch die Protestmaßnahmen an der Uni Wien ein nicht unbeträchtlicher Sachschaden entstanden ist und zahlreiche

Vorlesungen ausgefallen sind. Karl verweist abschließend auch darauf, dass die Studierenden nun die Beschlüsse von SPÖ, FPÖ und Grünen ausbaden müssen, die vor einem Jahr in einer von Wahlkampfzuckerln geprägten Parlamentssitzung gefällt wurden.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien

Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

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Thema: Newsticker, Uni Brennt - Materialen um 13:12 am 23. 10. 2009

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Thema: Newsticker, Uni Brennt - International, Uni Brennt - Materialen um 13:10 am 23. 10. 2009

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Audimax-Besetzung geht weiter

Thema: Newsticker, Uni Brennt - Materialen, Uni Brennt - Pressetexte um 21:22 am 22. 10. 2009

Audimax-Besetzung geht weiter

 

Bis zu 1000 Studierende bereiten sich auf ihre erste Nacht im besetzten Audimax der Universität Wien vor. Die Polizei hat sich von den Eingängen zurückgezogen, bleibt aber weiter präsent. Für Freitag ist eine Ausweitung der Proteste geplant.

 

Seit Donnerstag 13 Uhr halten Studierende aller Studienrichtungen der Universität das Audimax besetzt. Zwischenzeitlich beteiligten sich bis zu 1000 Studierende an der Aktion im größten Hörsaal und es wurden weitere Hörsäle besetzt. Mehrere Lehrende bekundeten ihre Solidarität und riefen zur Teilnahme am Protest auf. Auch sie würden unter den Studienbedingungen leiden.

 

Trotz des durchweg friedlichen Verlaufs blockierte ein Großaufgebot der Polizei zeitweise die Zugänge zur Universität. Nach Verhandlungen der ÖH Uni Wien mit dem Rektorat zog sich die Polizei zurück. Obwohl das Rektorat zugesichert hat, das Audimax nicht räumen zu lassen, sind BeamtInnen bis zur Stunde präsent.

 

Ausweitung der Proteste für Freitag geplant

Im Audimax wurde ein Freiraum geschaffen für Diskussionen, die in den straff durchorganisierten Lehrveranstaltungen sonst oft keinen Platz haben. Das Mikrofon steht allen zur freien Rede offen.

 

In einer einstündigen Vollversammlung am Nachmittag diskutierten die Studierenden gemeinsam über den Fortgang der Besetzung und beschlossen für Freitag eine Ausweitung der Proteste. Verhandlungen mit dem Rektorat wollen die Studierenden nur im Audimax führen.

 

Diskussion in Arbeitsgruppen

Die Studierenden können ihre Forderungen auf Wandplakaten festhalten und schriftlich diskutieren. In einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe diskutieren die TeilnehmerInnen darüber. Weitere Arbeitsgruppen beschäftigen sich u.a. mit der Situation in einzelnen Studienrichtungen und internationaler Vernetzung. 

 

Die Besetzung geht weiter. Die Studierenden bereiten sind auf eine Nacht im Audimax vorbereitet. Musik, Essen, Getränke und Schlafsäcke sind vorhanden.

 

Entgegen anders lautender Medien-Berichte handelte es sich bei der Demonstration vom Sigmund-Freud-Park um einen spontanen Protest, der weder von der ÖH noch von anderen Organisationen initiiert worden war.

Bilder aus dem Audimax

Thema: Newsticker, Uni Brennt - Materialen, Uni Brennt - Pressetexte um 21:01 am 22. 10. 2009

Pressetext Audimax Besetzung, 22. 10. 2009

Freie Bildung für alle!

Besetzung des Audimax der Universität Wien

Am Donnerstag wurde gegen 13 Uhr das Audimax der Universität Wien durch Studierende aller Studienrichtungen und Universitäten besetzt. Die Besetzung des Audimax ist der bisherige Höhepunkt einer Uni-übergreifenden Protestaktion, die sich vorrangig gegen die UG-Novelle 09 richtet und sich mit der gestrigen Besetzung der Akademie, sowie internationalen Bildungsprotesten solidarisiert.

Die Forderungen der Studierenden sind:

  • Re-Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen!

  • Ausfinanzierung der Unis!

  • Selbstbestimmtes Lernen und Leben ohne Konkurrenz- und Leistungsdruck!

  • Freie Masterzugänge!

  • Keine verpflichtende STEP!

  • Abschaffung aller Bildungs- und Studiengebühren!

  • Keine Aufnahmeprüfungen!

  • Unabhängige Lehre und Forschung!

  • Schluss mit prekären Dienstverhältnissen für Lehrende, Angestellte und ArbeiterInnen!

  • Genug Studienplätze für alle!

  • Abschaffung der Erweiterungscurricula!

  • Flexible und selbstbestimmte Studienpläne!

Dieser Protest wurde in einer völlig spontanen Solidarisierungs-Demonstration begründet, keine der ÖH-Untergruppierungen hat diese organisiert. Die Studierenden aller Studienrichtungen haben sich spontan – ohne übergeordnete Organisation – zusammen gefunden, um gegen die Studienbedingungen zu protestieren. Das Ausmaß dieser Aktion ist Beweis dafür, dass es sich um zentrale Anliegen handelt, die einen großen Teil der Studierenden persönlich betreffen.

Protest gegen Bildung a lá Hahn

Der Protest der Studierenden richtet sich gegen die Bildungspolitik des Wissenschaftsministers Hahn. Wir protestieren gegen die UG-Novelle 09 und die damit einhergehende Verschulung und Ökonomisierung des Studiums. Beispielsweise festgesetzte, starre Lehrpläne, fast ausschließlich Multiple-Choice-Prüfungen und versteckte Knock-Out-Prüfungen. Das RednerInnenpult stand allen offen, die ihren Unmut über die Situation an der Universität ausdrücken wollten. Trotz des friedlichen Protestes der Studierenden kam es zu repressiven Maßnahmen des privaten Uni-Sicherheitsdienstes und der Polizei. Studierende wurden am Betreten des Audi Max verhindert.

Die Rednerinnen im Audimax appellierten an die Solidarität zwischen Studierenden aus Österreich, Deutschland und der ganzen Welt. Der Protest richtet sich nicht gegen Studierende aus Deutschland, sondern gegen den dort herrschenden Numerus Clausus und Studiengebühren.

Kontakt:

freie.bildung@gmx.at

Facebook-Gruppe:

Besetzung des Audimax in der Uni Wien – die Uni brennt

http://www.twitter.com/unibrennt

(Aktion der Akademie der Bildenden Künste: www.malen-nach-zahlen.at)