Plenarsitzung, 24.10.2009 um 11 Uhr

Thema: Uni Brennt - Plenas, Warum Freie Bildung? um 16:05 am 24. 10. 2009

Auf dem Plenum wurde entschieden, dass es heute Abend ein alternatives Programm geben wird. Es hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die weitere Vorschläge erarbeitet. Angedacht wurde ein politisches Kino o.ä., um den Charakter des Protest als politische Aktion hervorzuheben.

Des Weiteren wurden Spray-Aktionen Einzelner kritisiert. Diese werden nicht vom Plenum  unterstützt, da sie kontraproduktive Folgen haben. Der Vorschlag einen Banner zwecks Distanzierung vor der Hauptuni anzubringen wurde angenommen.

Die Verpflegung wird auch heute von der eingerichteten Volksküche zur Verfügung gestellt. Geschirr und Besteck sollen selbst mitgebracht werden.

Im Weiteren folgte eine Diskussion über die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsgruppen und dem Plenum. Dabei kam man zu dem Konsens, dass fundierte, breite Entscheidungen zu grundsätzlichen Themen im Plenum entschieden werden. Konkrete Vorschläge werden von den einzelnen Arbeitsgruppen ausgearbeitet und im Plenum vorgestellt. In einer gemeinsamen Diskussion sollen mögliche Einwände besprochen und gelöst werden und so ein gemeinsamer Beschluss gefasst werden. Sollte es zu keinem Konsens im Plenum kommen, gehen die Themen zurück in die Arbeitsgruppen und werden dort weiter ausgearbeitet. Die Arbeitsgruppen sind jederzeit für alle frei zugänglich. Sie müssen in festen Räumen tagen, um so immer erreichbar zu sein. Zwei neue Arbeitsgruppen wurden kurz vorgestellt. Die AGRU “vergleichbare Proteste” will sich mit früheren Fehlern beschäftigen, um aus diesen zu lernen. Die AGRU “Abendgestaltung” und “Programm-Aktionen” wird sich um weitere Planungen der nächsten Tage kümmern.

Zuletzt wurde die Bedeutung des Zusammenhalts der Bewegung betont, denn es soll ein Meinungswandel in der Gesellschaft angestrebt werden. Vielfalt ist unsere Stärke.

Nächstes Plenum: 18 Uhr

2 Kommentare »

Kommentar von SprayerIn

25. Oktober 2009 @ 14:50

Vielfalt ist unsere Stärke, steht am Schluss. Klingt nach einer “holen Parolen zum Wiederholen” angesichts der Beschlüsse und Aktionen gegen SprayerInnen. Zum Verständnis der dahinterstehenden BürgerInnenwehrmentalität folgende Ergänzung: Eine SprayerIn wurde in Folge des Beschlusses von einer Gruppe aus der Uni gejagt.

Das Spektakel raubt uns die Stimme und wirft uns vorgefertigte Werbeplakate, Identitätsangebote Zeitungen und politische RepräsentatInnen vor. Wir dürfen das passiv konsumieren und passiv arbeiten. Die einzige Aktivität die uns im Spektakel zugestanden wird, ist aus dem breiten Angebot an Monotonie etwas zur Identifikation auszusuchen.

Doch da ein Bruch, so scheint es!
Die zum Schweigen Verdammten besetzen die Uni und setzen sich über das Diktat hinweg. Sie erheben die Stimme und sagen: Lasst uns das schaffen, was der Staatsmacht bisher nicht gelang* und eine der letzten Quellen der Direkten Kommunikation und Subversion austrocknen. Wenn sie sehen von welchem Schlag wir sind, werden sie uns als die ihren erkennen und unsere Forderungen nach freier Zurichtung für die Selbstverwertung und Integration in die Arbeitsmaschine anerkennen.

Die Distanzierung der “guten” in sozialen Bewegungnen von den “Bösen”, war schon immer wichtigstes Legitimationsmittel für staatliche Repression und Gewalt. Deshalb sollte dieser Beschluss auch als der Ruf nach staatlicher Gewalt gesehen werden, den er im öffentlichen Diskurs darstellt.

Leistet Ungehorsam gegen die Gesetze des Staates und leider auch des BesetzerInnen Plenums!
GEWISTA vergesellschaften!

*Die Universität ist seit einigen Jahren dazu übergegangen Graffiti und Plakate innerhalb von wenigen Stunden zu entfernen um zu demoralisieren und einen “Broken Window Effekt” zu verhindern.

Pingback von Studentenproteste Österreich - #unibrennt -Forderungen, Hintergründe, Meinungen

30. Oktober 2009 @ 10:24

[...] Uhr: Plenarsitzung mit Planung des Programms für den Tag in [...]

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