STUDIENGEBÜHREN ABGESCHAFFT!

Thema: Warum Freie Bildung? um 0:17 am 25. 9. 2008

Die Studiengebühren sind ja seit heute Geschichte! Und wir freuen uns! Ein Verdienst der vielen Studis, die nicht bereit waren aufzugeben und immer weiter für die Abschaffung gekämpft haben.

Für ein Ende der sozialen Selektion – freie Bildung für Alle!

WESSEN UNI – UNSERE UNI!

FREIE BILDUNG FÜR FREIE KÖPFE!

Und weil wir dieser Meinung sind, bleiben auch nach dem Parlamentsbeschluss noch einige Fragen offen:

Die Sonderregelungen für ausländische Studierende und für die sogenannten “Bummelstudierenden”. Eine offensichtliche Diskriminierung von ausländischen Studis! Doch was wird damit bezweckt? Ein Schlupfloch zur Wiedereinführung? Ein Rechtsschwenk der SPÖ….

Warum ist das jetzt so schnell passiert? Es ist ja nicht so als habe es für die SPÖ nicht Gelegenheiten gegeben, die Gebühren schon früher abzuschaffen!
Was steckt also dahinter? Reiner Wahlkampf oder wirklicher Wandel?

Viele DiskutantInnen bitte!

Hier zum Forum:

http://freiebildung.at/bbpress/topic/studiengebuhren-abgeschafft

2 Kommentare »

Kommentar von Stefan Schweinschwaller

29. Oktober 2008 @ 08:30

ja, dennoch find ich die verengung des diskurses auf studiengebühren zumindest irreführend.
wer bezahlt denn für unser studium? im endeffekt arbeiterInnen (die zahlen zwar oft keine steuern, wie der mittelstand anmerkt. aber sie bekommen ja auch keinen fairen lohn für ihre arbeit. also zahlen das dann mittelständische unternehmen, und – in relativ geringem ausmaß – konzerne) – und diese arbeiterInnen haben halt nicht soviel verständnis dafür, dass leute “auf ihre kosten” philatelie oder bulgaristik studieren…(gramscianischer alltagsverstand)

ein m.E. unterbelichteter ansatz:
wenn wir langfristig was ändern wollen, geht’s drum, wie können wir unsere nicht studierenden Freunde, die BewohnerInnen der Dörfer, denen wir entstammen, unserer Verwandtschaft klarmachen/vorleben, dass Bildung was “nützt”, dass kritisches Denken Spaß machen kann und jedenfalls nützt – aber nicht nur finanziell, sondern auch persönlich… dass es mir hilft, mein Leben mutiger, reflektierter, mündiger, mit mehr Tiefgang zu leben… (ja, um das vorzuleben, gilt es raum für begegnungen zu schaffen, und sich nicht in rein studentischen kreisen einzuigeln)

und auch gilt es formen solidarischen, effektiven, selbstverantwortlichen lernens weiter zu entwickeln – der erste schritt dazu ist es m.E., sich selbst und mitstudis zu ermutigen, in lehrveranstaltungen den mund aufzumachen. und nicht nur um irgendwie interesse zu heucheln und mit fremdworten um sich zu werfen (polemisch gesagt : ) ), nein, es ist voll ok, wenn wir in einem kurs “blöde fragen” stellen, uns verständnislos zeigen, warum wir etwas lernen sollen, oder… auch mal unsere persönliche befindlichkeit reinbringen (wobei mir da natürlch auch rücksichtnahme für die anderen im kurs wichtig ist). auf der ebene von gefühlen und bedürfnissen (buchtipp: marshall rosenberg: gewaltfreie kommunikation) begegnen wir uns nämlich als Menschen und nicht als polarisierte Rollen im Autoritätsverhältnis: und da ensteht ein neuer Raum von Möglichkeiten…
– was auch als Plädoyer für “Willkommens- oder Ankommrunden” in allen LVs gelesen werden kann…

bei dieser art des miteinander sprechens, ist dann immerhin die grundlage da, um einen kurs wirklich demokratisch, selbstbestimmt, solidarisch und entanonymisiert ablaufen zu lassen. – Lehrende würden übrigens entdecken, dass diese form des lernens letzlich auch effektiver, weil mit positiven emoitionen verbunden, ist.

ja, und meine persönliche erfahrung: seit ich gelernt habe, viel bewusster zu kommunizieren und meine nicht-studierende oder jedenfalls nicht kritische umwelt nicht sofort mit infos und aktionsaufrufen gegen neoliberalismus & co überforder, stattdessen, mal zuhör, was bei denen “so lebendig” ist und wie ich sie in ihrem leben unterstützen (zumbeispiel einfach zuhören) kann…ja, seither hat meine nicht-studierende umwelt eine viel positivere, verständnisvollere meinung von “bildung”…und fängt auch an kritisch zu werden… http://www.gfk-training.com/dokus/kurzskript-socialchange.pdf

hm, ja, das ist mir wichtig, und ich find, diesen teil der lösung transportiert die ÖH momentan nur sehr rudimentär – da werden meist nur Geldforderungen oder Schlagworte transportiert.

naja, hoffentlich gelingt’s mir,mich mehr einzubringen bei bipol, unique und keineUni
istvan_piggalotov@gmx.at : )

Kommentar von buro

27. März 2010 @ 13:02

Abschaffen !

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